
Die Punch-Aufnahme ist eine Methode, bei der ein Teil einer vorhandenen Aufnahme während der Wiedergabe überschrieben wird, wobei nichts vor oder nach diesem bestimmten Abschnitt verändert wird. An der Punch-In-Position wird in der betreffenden Spur die Wiedergabe unterbrochen und die Aufnahme gestartet. An der Punch-Out-Position endet die Aufnahme und die Wiedergabe wird wieder fortgesetzt. Du kannst zwischen zwei Punch-Aufnahmemodi auswählen: Modus „Schnelles Punch-In“ und Autopunch-Modus.
Die Punch-Aufnahme ist nur verfügbar, wenn im Bereich „Erweitert“ der Einstellungen die Option „Erweiterte Werkzeuge einblenden“ aktiviert ist.
Eine nützliche und gängige Aufnahmemethode besteht darin, die Aufnahme beim Anhören des zuvor aufgenommenen Materials zu starten und zu stoppen. Diese Methode wird auch als „Punch on the Fly“ bezeichnet. Hiermit lassen sich Fehler korrigieren oder alternative Aufnahmen für einen bestimmten Abschnitt erstellen. Aktiviere den Modus „Schnelles Punch-In“, um sicherzustellen, dass zwischen der Wiedergabe und der Aufnahme keine hörbaren Lücken entstehen.
Tatsächlich ist es so, dass im Modus „Schnelles Punch-In“ bei der Wiedergabe durchgehend im Hintergrund „aufgenommen“ wird. Daher müssen doppelt so viele verfügbare Channel-Strips vorhanden sein, wie für die Aufnahme aktiviert wurden. Wird die erforderliche Anzahl an Channel-Strips überschritten, wird ein Dialogfenster eingeblendet.
Wichtig: Es wird empfohlen, den Modus „Schnelles Punch-In“ aktiviert zu lassen (Standardmodus). Du musst ihn nur deaktivieren, wenn du mehr als die verfügbare Anzahl an Channel-Strips aufnimmst (in einem neuen Projekt mit über 128 Spuren) oder wenn deine Festplatte für die Aufnahme vieler Spuren zu klein ist. Du kannst den Modus deaktivieren, indem du Aufnahme“ > „Schnelles Punch-In erlauben“ auswählst oder bei gedrückter Taste „ctrl“ auf die Aufnahmetaste klickst und dann „Schnelles Punch-In erlauben“ aus dem Kontextmenü auswählst.
Beim Autopunch-Modus werden zuvor festgelegte Punch-In- und Punch-Out-Punkte zum Starten und Stoppen der Aufnahme verwendet. Ein Vorteil dabei ist, dass du dich ganz auf das Spielen konzentrieren kannst und dich nicht um die Bedienung der Software kümmern musst. Ein weiterer Vorteil ist, dass du Start und Ende der Aufnahme präziser einstellen kannst als mit aktivierter Option „Punch on the Fly“.
Hinweis: Die Punch-Aufnahme funktioniert nur für aufnahmebereite Spuren.
Aktiviere das Auto-Eingang-Monitoring (diese Option ist standardmäßig aktiviert), um Punch-In- und Punch-Out-Positionen bei der Punch-Aufnahme beurteilen zu können. Ist diese Option aktiviert, ist das Eingangssignal nur während der eigentlichen Aufnahme hörbar; davor und danach sind die zuvor aufgenommenen Audiodaten in der Spur zu hören. Ist das Auto-Eingang-Monitoring deaktiviert, ist stets das Eingangssignal zu hören.
Führe einen der folgenden Schritte aus, wenn im Bereich „Erweitert“ der Einstellungen die Option „Erweiterte Werkzeuge einblenden“ aktiviert ist.
Wähle „Aufnahme“ > „Auto-Eingang-Monitoring“.
Klicke bei gedrückter Taste „ctrl“ in der Steuerungsleiste auf die Aufnahmetaste
und wähle im Kontextmenü die Option „Auto-Eingang-Monitoring“.
Wähle eine der folgenden Optionen, um den Modus „Schnelles Punch-In“ zu aktivieren:
Wähle „Aufnahme“ > „Schnelles Punch-In erlauben“.
Klicke bei gedrückter Taste „ctrl“ in der Steuerungsleiste auf die Aufnahmetaste
und wähle im Kontextmenü die Option „Schnelles Punch-In erlauben“.
Klicke auf die Wiedergabetaste
in der Steuerungsleiste und verwende dann den Tastaturkurzbefehl für „Aufnahme ein-/ausschalten“ an der Stelle, an der die Aufnahme starten soll.
Die Audioaufnahme startet sofort.
Klicke auf die Stopptaste
in der Steuerungsleiste oder verwende erneut den Tastaturkurzbefehl für „Aufnahme ein-/ausschalten“.
Mit der letzteren Variante wird die Aufnahme beendet, die Wiedergabe jedoch fortgesetzt.
Hinweis: Du kannst den Tastaturkurzbefehl für „Aufnahme ein-/ausschalten“ auch verwenden, wenn der Modus „Schnelles Punch-In“ nicht aktiviert ist. Dies führt jedoch zu einer Verzögerung, wenn du zwischen dem Wiedergabe- und Aufnahmemodus hin- und her wechselst, und folglich zu einem Dropout aller Audiospuren.
Wähle eine der folgenden Optionen, um den Autopunch-Modus zu aktivieren:
Klicke auf die Taste „Autopunch“
in der Steuerungsleiste.
Hinweis: Du kannst die Taste „Autopunch“ hinzufügen, indem du die Steuerungsleiste anpasst. Weitere Informationen findest du unter Anpassen der Steuerungsleiste.
Halte die Wahltaste und die Befehlstaste gedrückt und klicke auf eine beliebige Stelle auf dem Lineal.
Der Autopunch-Bereich wird durch eine rote Linie im mittleren Drittel des Lineals gekennzeichnet und die linken und rechten Locator-Punkte dienen als Punch-In- und Punch-Out-Punkte.

Wähle eine der folgenden Optionen, um den Autopunch-Bereich einzustellen:
Bewege die Punch-In- und Punch-Out-Punkte auf dem Lineal.
Bewege die Autopunch-Locator-Felder in der Steuerungsleiste in vertikaler Richtung.

Bewege den Cycle-Bereich in den Autopunch-Bereich, um den Autopunch-Bereich schnell an den Cycle-Bereich anzupassen.
Platziere die Abspielposition an einer beliebigen Position vor dem Punch-In-Punkt.
Klicke auf die Aufnahmetaste
in der Steuerungsleiste (oder drücke die Taste „R“), um die Aufnahme zu starten.
Klicke auf die Stopptaste
in der Steuerungsleiste (oder drücke die Leertaste), um die Aufnahme zu stoppen.
Es wird eine Region erzeugt, die der Länge des Autopunch-Bereichs entspricht. Audio-Eingang, der vor dem Punch-In- oder nach dem Punch-Out-Punkt eingeht, ist wie gewohnt ein Logic Pro-Stream, wird jedoch nicht aufgenommen.
Wenn du einen schwierigen Teil einer bestimmten Passage korrigieren möchtest, kannst du dazu die Cycle- und die Autopunch-Funktion kombinieren. Bei der Cycle-Aufnahme kannst du die Passage so lange wiederholen, bis schließlich der endgültige Take aufgenommen ist. Bei jedem Cycle-Durchgang werden nur Events oder Audiosignale aufgenommen, die innerhalb des durch die Autopunch-Locator-Punkte festgelegten Bereichs liegen. So kannst du die vorangehenden Song-Passagen nutzen, um dich besser auf den Song-Groove einzustimmen.